bodenseewald
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am Oberen Aacheck, Betenbrunn

Zwischen Betenbrunn und Deggenhausertal liegt das Obere Aacheck. Der westliche Waldrand zur Hochfläche nach Betenbrunn hin ist auf eine Länge von weit über einem Kilometer als wunderschöner Buchentrauf ausgebildet. Leider hat diese Sehenswürdigkeit zwei ganz offensichtliche Mängel:

 

Zum Einen sind schon deutliche Lücken in die einheitliche Front geschlagen, und zum Andern wird der Buchenwald von hinten her, aus dem Forst heraus, immer dünner! 

 

Befürchtungen, es könnten immer mehr Buchen gefällt werden, sind nicht ganz von der Hand zu weisen.So hieß es z.B. im Frühjahr 2016 im Südkurier, drei verfaulte Buchen müssten aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden, aber die öffentliche Reaktion bewirkte wohl noch einmal ein Umdenken.

Natürlich steht außer Frage, dass den Forderungen der Verkehrssicherungspflicht Genüge getan werden muss, aber es kommt auch auf das WIE an! So wurden z.B. dem zuständigen Forstamt von kompetenter Seite unentgeltliche baumpflegerische Maßnahmen zur Erhaltung der Verkehrssicherheit angeboten, um die Fällung von Buchen zu vermeiden.... 

 

Somit scheint doch eigentlich alles in bester Ordnung zu sein - oder?

 

"Honi soit qui mal y pense!" (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!) Wenn man jedoch die von uns zitierten Beispiele betrachtet, die das rapide Verschwinden großer Flächen unseres Hochwaldes dokumentieren, dann bleibt - bei welchem Eigentümer auch immer - ein Rest Unsicherheit, um nicht zu sagen Bedenken!

Über den Eigentümer: "Die Schulstiftung Baden-Württemberg ist das Ergebnis eines Zusammenschlusses von verschiedenen Schulfonds, die bereits seit Jahrhunderten existieren. Die Schulstiftung Baden-Württemberg besteht als öffentlich-rechtliche Einrichtung seit 1976.

 

Das heutige Stiftungsvermögen setzt sich nicht nur aus Kapitalanlagen, sondern auch aus Grundstücken, Gebäuden, landwirtschaftlichen Grundstücken, Wald und einem Schulbauernhof in Niederstetten-Pfitzingen zusammen." (Quelle)

Man kann nicht nachdrücklich genug auf das bereits mehrfach zitierte Urteil unseres höchsten Gerichtes, des BVerfG, verweisen, das den zuständigen Forstämtern ganz klare Vorgaben macht (Quelle):

 

Die Bewirtschaftung des Körperschafts- und Staatwaldes, der 58 % der Waldfläche in der Bundesrepublik ausmacht, dient der Umwelt- und Erholungsfunktion des Waldes, nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse.

 

Auf der nachfolgenden Panorama-Aufnahme sind deutlich die Lücken im Trauf zu sehen, genau so die bedauerliche Tatsache, wie "dünn" der Buchenwald nur noch ist! 

Und hier eine vorher - nachher Aufnahme (2004 und 2016)

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