bodenseewald
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Bilder zur Nachhaltigkeit

Das Bild oben zeigt, wie nachhaltige Forstwirtschaft nicht aussieht, es entstand am HW7 (Hauptwanderweg) zwischen Betenbrunn und Deggenhausen. Das Stammholz hat eine Länge von ca 15m bei einer durchschnittlichen Stärke von etwa 20 bis 30cm und ist inzwischen in einem Zustand, der jegliche wirtschaftliche Nutzung ausschließt. 

 

Solche Beispiele gibt es im Bodenseewald zuhauf. So auch auf dem Weg von Beuren über Unterhaslach am Schneckenbühl vorbei nach Betenbrunn. Da findet man auf einer Strecke von vielleicht einem Kilometer geschätzte 10 Festmeter verrottendes, starkes Stammholz! Daneben türmt sich das Holz aus diesem Jahr (Stand 10/2016). Ein Kilometer von Hunderten im Bereich des Bodenseewaldes! Wieviel Holz mag da insgesamt verrotten, Stammholz, das in der Waldbilanz als "geschlagen" auftaucht, aber nicht dazu beiträgt, den immer stärker steigenden Bedarf zumindest als Brennholz zu befriedigen. Sinnlos, nutzlos, wertlos! (Aber es geht noch schlimmer: siehe hier!)

 

Nahe Röhrenbach, auf dem von uns (auf unserer interaktiven Karte) mit F1 gekennzeichneten Kahlhieb ist ein Teilbereich von geschätzt 5 ha erst vor einem oder zwei Jahren geschlagen und mit Fichten wieder aufgeforstet worden. Dort liegen mehrere vor sich hin gammelnde Haufen Stammhoz, es mögen insgesamt etwa 20 Ster sein. Hochgerechnet dürfte es sich um etwa 5% des gesamten Einschlags handeln, der nicht abgefahren worden ist! Ist das nachhaltiges Handeln? 

 

Die Verantwortlichkeit hierfür entzieht sich unserer Kenntnis.

 

Die nachfolgenden Bilder geben einen kleinen Einblick in die Unmengen an jetzt wertlosem Holz, die - sicher auch nicht kostenneutral - gefällt und am Wegrand bereitgestellt, aber nie abgeholt wurden.

"Wir bewirtschaften und pflegen die uns anvertrauten Wälder nachhaltig, naturnah und fachkundig."

 

(Zitat: Kreisforstamt Bodenseekreis)

"Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft bezeichnet die forstliche Praxis der Nachhaltigkeit, also ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des Waldes im Vordergrund steht."

 

(Quelle: Wikipedia)

Nachhaltigkeit klingt doch gut, wo liegt dann das Problem?


"Der Grundgedanke der Nachhaltigkeit ist in einer Zeit der Ressourcenverknappung und des Bevölkerungswachstums aktueller denn je. Nachhaltigkeit ist jedoch nach wie vor eher ein Leitbild, das nicht genau definiert und damit nur schwer messbar ist. Dies machen sich viele zu Nutzen: Nachhaltigkeit ist zu einem Modewort geworden. Es wird damit geworben, ohne zu wissen, was das konkret heißt.


So stellt sich auch die Frage: Was genau ist unter einer nachhaltigen Forstwirtschaft zu verstehen? Viele Themen, die unter den Begriff der Nachhaltigkeit fallen, sind immer noch Auslegungssache. In Zeiten des Klimawandels und wachsender gesellschaftlicher Anforderungen an den Wald ist es mit einer reinen Massennachhaltigkeit längst nicht mehr getan. Es darf heute im Wald nicht mehr primär darum gehen, lediglich den Rohstoff Holz für folgende Generationen sicher zu stellen, indem nicht mehr eingeschlagen wird als nachwächst. Der Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume: Er ist Lebensraum für selten gewordene Pflanzen- und Tierarten, Kohlenstoffspeicher und Naherholungsort für gestresste Menschen." (Zitat: Greenpeace)

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