bodenseewald
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Lebensgrundlage Totholz

"Rund ein Fünftel der gesamten Waldfauna kann ohne totes Holz nicht überleben."


"Heute sind mehr als die Hälfte der Käferarten bedroht, die in totem Holz wohnen, denn für gewisse Insektenarten sind 50 m Abstand bis zum nächsten toten Baum bereits eine unüberwindliche Entfernung!" (Zitate aus waldwissen.net)

 

Eine Internet-Recherche bringt es an den Tag: Totholz ist tatsächlich ein begehrtes Produkt,das mancherorts den Waldbesitzern "aus den Händen gerissen" wird, wie es an einer Stelle formuliert wurde. Totholz wird zu Pelletherstellung verwendet und hat somit doch noch einen wirtschaftlichen Wert. 

 

So schlimm es ist, wenn man Stammholz einfach verrotten lässt - noch schlimmer ist es, Holz, das man bis fast zur natürlichen Zersetzung hat zerfallen lassen und das jetzt einen wichtigen Zweck im Ökosystem Wald erfüllt, einfach abzufahren! Und das passiert auch im Bodenseewald immer wieder, wie mit diesen Aufnahmen bewiesen wird! 

 

Die Pfeile zeigen die identischen Stellen in den Fotos: Es handelt sich um den selben Aufnahmestandpunkt! Vor und während der Abfuhr. 

 

Ort: Betenbrunn, Oberes Aacheck, Mittelweg. (Foto 2 und 3: Andreas Thiel)

Unser nächstes Beispiel stammt aus dem Betzenhardt/Weildorf. Hier wurde Totholz abgefahren, das schon so verrottet war, dass der Stamm beim Rücken in gerader Richtung zum Weg einfach abbrach! 

Man kann solch ökologisch unsinniges Verhalten wissenschaftlich fundiert kritisieren, im nachfolgenden Video geschieht es sehr emotional (es muss ja nicht jedem gefallen!).

 

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